Ordnungen innerhalb der Erben

Nicht alle Verwandten sind in gleicher Weise erbberechtigt. Sie werden in verschiedene Ordnungen eingeteilt.

Zu den Erben der 1. Ordnung gehören die Abkömmlinge des Erblassers, also Kinder, Enkel, Urenkel. Nichteheliche Kinder werden in der Regel den ehelichen gleichgestellt.

Die Erben der 2. Ordnung sind die Eltern und die Geschwister des Erblassers und deren Kinder. Verwandte der 2. Ordnung können nur erben, wenn keine Verwandten der 1. Ordnung vorhanden sind.

Die 3. Ordnung umfasst die Großeltern des Erblassers und deren Abkömmlinge und die 4. Ordnung die Urgroßeltern des Erblassers und deren Abkömmlinge.

Grundsätzlich gilt: Ein Verwandter ist nicht zur Erbfolge berufen, solange ein Verwandter einer vorhergehenden Ordnung vorhanden ist. Und ab der 4. Ordnung gilt, dass der oder die Nächstverwandte alleine erbt.

Innerhalb jeder Ordnung gilt das Repräsentationssystem. Dies bedeutet: Ein Erbe schließt alle durch ihn mit dem Erblasser verwandten Personen aus. Hinterlässt beispielsweise der Erblasser Sohn und Enkel, so schließt der überlebende Sohn den Enkel aus.