Zugewinnausgleich

Ein Zugewinnausgleich wird grundsätzlich bei Beendigung einer Ehe durch Scheidung oder Tod durchgeführt. Sofern danach ein Ausgleichsanspruch besteht, ist dieser ein sofort fälliger Zahlungsanspruch.

Im Todesfall wird nach der gesetzlichen Erbfolge durch eine pauschale Erhöhung des gesetzlichen Erbteils des überlebenden Ehegatten um ein Viertel - also bei gesetzlichen Miterben der 1. Ordnung auf die Hälfte des Nachlasses des während der Ehe entstandenen Zugewinns pauschal ausgeglichen.

Im Falle der Enterbung oder bei Erbausschlagung hat der überlebende Ehegatte jedoch einen Anspruch auf Durchführung des echten Zugewinnausgleichs wie im Falle der Ehescheidung und kann anschließend den Zugewinnausgleichsanspruch bis maximal zur Höhe der Hälfte des Gesamtnachlasswertes fordern. Hinzu kommt der kleine Pflichtteil von 1/8 - berechnet aus dem um den Zugewinnausgleichsanspruch geminderten Nachlasswert.

Der Zugewinnausgleichsanspruch bleibt beim überlebenden Ehegatten erbschaftsteuerfrei.